2024-07-14 22:16:05
Im Allgemeinen hemmt das Sommerwetter die Virusvermehrung. In diesem Jahr werden jedoch ungewöhnlich viele Atemwegserkrankungen gemeldet.
Tatsächlich führt der Sommer dazu, dass die Aktivität von Atemwegsviren (also jenen der Atemwege) gehemmt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass wir mehr Zeit im Freien verbringen, was die Übertragung des Virus erschwert.
Im Wochenbericht zu Atemwegserkrankungen des Robert Koch-Instituts lesen wir nun für den Erfassungszeitraum vom 1. bis 7. Juli: „Die Aktivität der ARE (ARE steht für akute Atemwegserkrankungen, Anm. d. Red.) liegt insgesamt auf einem relativ hohen Niveau.“ diese Jahreszeit.»
Akute Atemwegserkrankungen sind Atemwegserkrankungen, die mit typischen Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Muskelschmerzen einhergehen.
Die den Behörden gemeldeten Werte stiegen erneut an. Derzeit wird eine Inzidenzrate von 6.000 pro 100.000 Einwohner gemeldet (Vorwoche 4.900). Dies entspricht 6 % der Bevölkerung.
Rhinoviren (klassische Erkältungsviren) scheinen derzeit am häufigsten vorzukommen, Corona wurde jedoch in jeder achten Probe nachgewiesen. Ein Grund zur Sorge? Das RKI berichtet: „Die Zahl schwerer Atemwegsinfektionen bleibt insgesamt auf niedrigem Niveau; Covid-19 wurde vor allem bei älteren Patienten in Saris diagnostiziert.“
Sari steht für „schwere akute Atemwegsinfektionen“, die Gesamtzahl ist gering. Allerdings können offenbar immer noch ältere und immungeschwächte Menschen von Komplikationen betroffen sein.
Nach Angaben des RKI grassiert in Deutschland die Corona-Variante KP.3. Es und seine verwandte Variante werden unter dem Begriff „Flirten“ zusammengefasst. Der Name stammt von den Stellen des Virus, an denen es mutiert ist. Es scheint nicht zu einer akuten Verschlechterung der Situation im Hinblick auf Krankenhauseinweisungen oder gar Todesfälle zu führen.
Experten vermuten, dass auch die Fußball-Europameisterschaft zur Verbreitung jeglicher Art von Viren beigetragen haben könnte. Das RKI rät weiterhin zur Vorsicht bei allen Atemwegsviren. In den Handlungsempfehlungen heißt es weiterhin:
