Casi 500 muertos en ataques israelíes 2024-09-25 02:43:06

Bei israelischen Luftangriffen in Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 492 Menschen getötet und 1645 verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Frauen, Kinder und Sanitäter. Es ist die höchste Zahl an Toten und Verletzten in Libanon seit Beginn der kriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hizbullah vor bald einem Jahr.

Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, teilte in einem Beitrag auf der Plattform X mit, dass bisher mehr als 300 Hizbullah-Ziele angegriffen worden seien. Israel hat Libanon aufgefordert, die Gebiete zu verlassen, in denen die Miliz seiner Meinung nach Waffen lagert. Als Reaktion darauf beschoss die Hizbullah am Montag den Norden und das Zentrum Israels. Dort wurde wiederholt Raketenalarm ausgelöst.

Am Montagabend hat die israelische Regierung in Erwartung von Gegenschlägen einen landesweiten Ausnahmezustand beschlossen. Laut einem israelischen Regierungsvertreter wurde dies bei einer telefonischen Befragung entschieden. Die Entscheidung bedeutet nach Medienberichten unter anderem, dass die Größe von Versammlungen eingeschränkt werden kann. Bisher hat die Armee allerdings noch keine neuen Anweisungen veröffentlicht.

Zuvor wandte sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an die libanesische Bevölkerung. „Israels Krieg ist nicht mit euch, sondern mit der Hizbullah“, sagte er nach Angaben seines Büros. „Die Hizbullah hat euch schon allzu lange als menschliche Schutzschilde missbraucht.“ Netanjahu sagte, die Hizbullah habe Raketen in Wohnhäusern versteckt, die auf israelische Städte und Bürger gerichtet seien. „Um unser Volk gegen die Hisbollah-Angriffe zu verteidigen, müssen wir diese Waffen unschädlich machen.“

Die israelische Armee habe die libanesischen Bürger gewarnt und aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Netanjahu appellierte an das libanesische Volk, diese Warnungen ernst zu nehmen und die Leben ihrer Liebsten nicht zu gefährden. „Erlaubt es der Hizbullah nicht, Libanon in Gefahr zu bringen.“ Sobald der israelische Einsatz abgeschlossen sei, könnten die Einwohner wieder in ihre Wohnorte zurückkehren.

Am Morgen hatte der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant in einem Video angekündigt: „Wir verstärken unsere Angriffe in Libanon. Die Aktionen werden fortgesetzt, bis wir unser Ziel erreicht haben, die Bewohner des Nordens (Israels d. Red.) sicher in ihre Häuser zurückzubringen.“ Weiter sagte er: „Dies sind Tage, in denen die israelische Öffentlichkeit Ruhe bewahren muss.“  Man bereite „einen großangelegten und gezielten Angriff in der Bekaa-Ebene vor.“  Das Bekaa-Tal und der Süden Libanons gelten als Hochburgen der von Iran gelenkten Hizbullah.

Abermalige israelische Angriffe auf Beirut

Die Krankenhäuser in Libanon stellen sich unterdessen auf viele Verletzte ein. Das Gesundheitsministerium forderte die Häuser im Süden und einige im Osten des Landes auf, nicht dringend notwendige Operationen zu verschieben. Damit solle Platz geschaffen werden für Verwundete der sich verstärkenden israelischen Angriffe.

Nach den Angriffen herrscht bei vielen Libanesen im Süden des Landes offenbar Panik. Viele Menschen würden unter anderem aus Vororten der Stadt Tyros im Süden fliehen, sagten Anwohner der Deutschen Presse-Agentur. Einige eilten ins Zentrum der Küstenstadt und zum dortigen Gelände der UN-Beobachtermission UNIFIL. Die Straßen füllten sich mit Autos von Menschen, die wohl in Richtung Beirut oder anderer Orte im Norden des Landes fahren wollten.

Auf den Straßen kam es zum Stau. Es herrsche „Panik und Chaos“, berichteten Augenzeugen. In der Küstenstadt Sidon, die etwa auf halber Strecke zwischen Tyros und Beirut liegt, kam der Verkehr zeitweise komplett zum Erliegen. Autofahrer teilten Videos in sozialen Medien, die zeigen, wie offenbar massenhaft Libanesen in Richtung Norden fahren.

Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA erhielten Menschen in der Hauptstadt Beirut und anderen Gebieten Libanons Nachrichten auf ihre Festnetztelefone, in denen sie aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen. Am Abend teilte die israelische Armee mit, abermals „gezielte Schläge“ gegen Hamas-Stellungen in Beirut durchgeführt zu haben. Ein israelischer Angriff am Abend auf einen südlichen Vorort der Hauptstadt galt nach Angaben aus Sicherheitskreisen dem ranghohen Hizbullah-Anführer Ali Karaki. Das Schicksal Karakis, des Chefs der Südfront, sei unklar, sagte ein Insider aus Sicherheitskreisen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Schulen im Süden und teils im Osten des Landes blieben geschlossen und sollten auch am Dienstag nicht öffnen. Die aktuelle Lage gefährde die Sicherheit von Schülern, sagte Bildungsminister Abbas al-Halabi. Einige Schulen hätten begonnen, Vertriebene aufzunehmen, und würden in Notunterkünfte verwandelt, sagte Al-Halabi dem Fernsehsender LBCI.

Libanon wirft Israel „Vernichtungskrieg“ vor

Die Regierung in Beirut wirft Israel angesichts der verstärkten Angriffe „einen Vernichtungskrieg in jedem Sinne des Wortes“ vor. Israel verfolge einen „destruktiven Plan“, um libanesische Dörfer und ländliche Gegenden zu zerstören, sagte der geschäftsführende Ministerpräsident Nadschib Mikati in einer Kabinettssitzung. „Wir als Regierung arbeiten daran, diesen neuen Krieg Israels zu stoppen und einen Abstieg ins Unbekannte zu verhindern.“

Israels Armee hatte die Angriffe im Nachbarland in den vergangenen Tagen ausgeweitet. Auch dabei gab es Tote und Verletzte. Die Armee ist Fragen, ob auch eine Bodenoffensive des Militärs möglich sei, bisher ausgewichen. Bei einem Einmarsch israelischer Truppen in Libanon wäre eine noch größere Beteiligung verbündeter Milizen der Hizbullah in der Region oder des Irans nicht ausgeschlossen.

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Hezbolá e Israel se bombardean mutuamente casi todos los días desde hace casi un año. Más de 500 combatientes de Hezbollah, dos docenas de civiles en el Líbano y 48 soldados y civiles en Israel murieron. Además, 150.000 personas a ambos lados de la frontera tuvieron que huir de sus hogares. El conflicto beligerante se ha vuelto a intensificar tras la explosión de miles de dispositivos de comunicaciones en Líbano y el ataque israelí a la cúpula de Hezbolá cerca de Beirut la semana pasada, que dejó más de 50 muertos, incluidos civiles.

Hoy Hezbollah está mucho más armado

Israel y Hezbollah ya estaban en guerra entre sí en 2006. Las milicias respaldadas por Irán están mucho mejor armadas hoy que durante la guerra hace casi 20 años. Según sus propias declaraciones, actúa en solidaridad con el grupo islamista Hamás, que lucha contra Israel en la Franja de Gaza. Hezbolá y Hamás cuentan con el apoyo de Irán.

El ejército israelí ha reducido recientemente el número de sus ataques en Gaza y se centra cada vez más en Hezbolá. Israel quiere garantizar que las milicias se retiren detrás del río Litani, a 30 kilómetros de la frontera, como exige la resolución 1701 de la ONU, que marcó el fin de la guerra en 2006. Según la resolución, Hezbollah no puede estar presente a lo largo de la frontera. Sin embargo, ni la misión de observación de la ONU ni el ejército libanés hacen cumplir esta medida. Israel ha hecho del regreso de sus residentes a sus hogares en el norte uno de los objetivos de la guerra de Gaza.

Hezbollah se ha debilitado después de varios ataques y recientemente sufrió sus peores golpes en décadas. En total, Hezbollah ha lanzado más de 8.800 cohetes y drones hacia territorio israelí en poco menos de un año, dijo el ejército israelí. Antes de que comenzaran los ataques de Hezbolá el 8 de octubre de 2023, las estimaciones de arsenal eran de 150.000 cohetes, drones y misiles de crucero.

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